Michael Frei ist neuer Geschäftsführer mit Herz und Engagement
Mit Michael Frei als neuer Geschäftsführer der ESPAS haben wir die Gunst der Stunde genutzt, um ihn näher kennenzulernen. In einem persönlichen Interview spricht er über seine Erfahrungen, die er in seine neue Rolle einbringt, seine Werte sowie seine Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung der Stiftung. Zudem gewährt Michael Frei spannende persönliche Einblicke in sein Leben ausserhalb der ESPAS.
Ein neuer Abschnitt
Du übernimmst nun die Geschäftsführung der Stiftung ESPAS. Was ging Dir durch den Kopf, als klar wurde, dass Du diese Rolle antreten wirst?
Ich durfte die Organisation über viele Jahre aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen: von der Zweigstellenleitung bis zur Geschäftsleitung und Stellvertretung der Geschäftsführerin.
Mein erster Gedanke war tatsächlich eine Mischung aus Freude und gesundem Respekt. Freude, weil ich ESPAS seit vielen Jahren kenne und mit ihr gewachsen bin – und weil es genau die Art von Aufgabe ist, bei der ich das Gefühl habe, wirklich etwas bewegen zu können. Gleichzeitig bringt die neue Rolle grosse Verantwortung: für die Unternehmung, die Beschäftigten und alle Menschen, die wir begleiten. Im Hintergrund war für mich die Frage nach meinem nächsten Entwicklungsschritt schon länger gereift. Und als sich diese Möglichkeit konkretisiert hat war mir klar: Wenn ich einen nächsten Schritt machen möchte, dann bei ESPAS: einer Unternehmung, mit deren Auftrag ich mich zu 100% identifizieren kann.
Rolle als Geschäftsführer
Was reizt Dich besonders an dieser neuen Aufgabe?
Mich reizt vor allem die Möglichkeit, Dinge, die ich bisher in einzelnen Bereichen gesehen und mitgestaltet habe, nun auf die gesamte Organisation zu übertragen und weiterzuentwickeln. Also nicht nur punktuell etwas zu verbessern, sondern auf einer übergeordneten Ebene Wirkung zu erzielen. Ein zweiter Aspekt ist der Ausbau von Netzwerken und Partnerschaften. Gerade für unsere Weiterentwicklung ist es entscheidend, die richtigen Wegbegleiter zu gewinnen und neue Perspektiven einzubringen. Und schliesslich freue ich mich darauf, meine Haltung zu Führung stärker einzubringen – auf einer Ebene, wo sie die Kultur und Zusammenarbeit in der ganzen Organisation prägen kann. Kurz gesagt: Es ist die Kombination aus Gestalten, Vernetzen und Weiterentwickeln – das macht für mich den Reiz aus.
Welche Themen möchtest Du in den kommenden Jahren besonders vorantreiben?
Ich sehe drei zentrale Themenfelder, die ich mit unserer Führungscrew weiter vorantreiben möchte:
Erstens unsere Dienstleistungsseite weiterzuentwickeln – insbesondere durch stärkere Kooperationen und Angebote, die am Markt bestehen können, trotz sich stark veränderndem Umfeld. Dabei ist es mir wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Menschen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus sinnvoll eingebunden werden können.
Zweitens die berufliche Eingliederung weiter zu stärken: mit einer noch gezielteren Begleitung, einem tragfähigen Partnernetzwerk und dem klaren Ziel, Menschen nachhaltig im ersten Arbeitsmarkt zu platzieren.
Und drittens, und das ist mir sehr wichtig, unsere interne Kultur. Wir wollen eine Organisation, in der Veränderungen nicht nur akzeptiert, sondern aktiv mitgetragen werden. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, echte Freude am gemeinsamen Arbeiten und ein Umfeld, in dem Entwicklung möglich und gewollt ist.
Denn am Ende entscheidet, wie wir intern aufgestellt sind, ob und wie wir unsere Ziele auch wirklich erreichen: Mit Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und Veränderungen gemeinsam gestalten.
Zukunft und Entwicklung
Wie siehst Du die Rolle der Stiftung in einer sich verändernden Gesellschaft?
Ich sehe die Stiftung ESPAS auch künftig als starken Partner an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und sozialer Eingliederung. Gerade in einer sich stark verändernden Gesellschaft wird diese Rolle eher wichtiger als weniger.
Auf der einen Seite geht es darum, die Zusammenarbeit mit Unternehmen weiter auszubauen und neue Kooperationsformen zu entwickeln. Auf der anderen Seite müssen wir unser internes Angebot laufend weiterentwickeln – Themen wie Digitalisierung oder auch KI bieten hier konkrete Chancen, unsere Angebote weiterzuentwickeln und neue Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter:innen zu schaffen. Wir haben eine Organisation, die offen ist für Veränderung. Das ist keine Selbstverständlichkeit – aber eine sehr gute Voraussetzung, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.
Führung und Zusammenarbeit
Wie würdest Du Deinen Führungsstil beschreiben?
Ich würde meinen Führungsstil als situativ beschreiben – aber mit einer klaren Haltung dahinter. Ich gehe von einem positiven Menschenbild aus, setze auf Vertrauen und gebe Verantwortung bewusst weiter. Mir ist wichtig, Menschen einzubinden und ihnen Raum zu geben, sich einzubringen und zu entwickeln. Gleichzeitig gehört für mich auch Klarheit dazu, wenn es um Ziele und Erwartungen geht. Und ganz wichtig: eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – kombiniert mit einer gewissen Portion Humor. Die darf im Arbeitsalltag nicht fehlen. Das habe ich bisher bei ESPAS selbst so erlebt und möchte genau das weiterführen: offen, verbindlich und mit Freude an der Zusammenarbeit..
Was ist Dir im Umgang mit Beschäftigten besonders wichtig?
Mir ist vor allem wichtig, dass unsere Beschäftigten bei uns ein Umfeld finden, in dem sie sich wohlfühlen und entwickeln können. Dazu gehören spannende Aufgaben, und soziale Kontakte – aber genauso ein wertschätzendes Umfeld, gerade auch dann, wenn es anspruchsvoll wird sowie eine konstruktive Fehlerkultur.
Am Ende ist mein Anspruch eigentlich ein einfacher: Dass Menschen am Morgen gerne zur Arbeit kommen. Wenn uns das gelingt, dann machen wir schon sehr viel richtig.
Persönliche Motivation
Was motiviert Dich persönlich an der Arbeit bei ESPAS?
Mich motiviert vor allem das Gefühl, etwas bewegen zu können – und dieses Gefühl hatte ich vom ersten Tag an. Das habe ich hier gefunden, und das hat mich über all die Jahre auch gehalten. Der Sinn unserer Arbeit ist für mich ein starker Antrieb, gerade auch dann, wenn Situationen anspruchsvoll sind. Herausforderungen zu meistern und zu sehen, dass sich etwas positiv entwickelt, gibt viel Energie. Und was das Ganze für mich abrundet, ist die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten: Strategien mitzuentwickeln, Veränderungen anzustossen und gemeinsam voranzubringen.
Persönlicher Einblick
Wie würdest Du Dich selbst in drei Worten beschreiben?
Humorvoll, ruhig und offen – für Menschen wie auch für Neues.
Was hilft Dir, nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ganz klar meine Kinder – sie schaffen es zuverlässig, dass ich gedanklich sofort im Hier und Jetzt bin. Das relativiert vieles auf eine sehr angenehme Art. :-)
Hast Du Hobbys oder Interessen, die Dir besonders wichtig sind?
Familie steht klar an erster Stelle. Daneben spielt Fussball eine wichtige Rolle – aktiv mit meinem Junior, aber meist als Zuschauer. Und Musik hören ist für mich ebenfalls ein guter Ausgleich.
Abschluss
Und was möchtest Du den Beschäftigten und Wegbegleiter:innen für den Start eurer Zusammenarbeit noch mitgeben?
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit allen – intern wie extern. Sie ist für mich zentral. Gerade in unserem Umfeld entsteht Wirkung nicht allein durch Strukturen, sondern durch das Zusammenspiel von Mitarbeiter:innen, Teilnehmer:innen und Lernenden, Partner:innen und Auftraggeber:innen. Wenn dieses Miteinander gut funktioniert, wird vieles möglich.
Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag, und darauf können wir stolz sein. Mir ist es ein Anliegen, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen: mit Offenheit, gegenseitigem Vertrauen und dem Willen, uns stetig weiterzuentwickeln.
Denn unsere Rolle bleibt zentral – als Bindeglied zwischen Wirtschaft und beruflicher Eingliederung, und damit auch für Teilhabe und soziale Integration.
Lieber Michael
Das gesamte Team von ESPAS wünscht Dir von Herzen einen gelungenen Start in Deiner neuen Rolle als Geschäftsführer sowie viel Freude und Erfolg bei Deinen neuen Aufgaben.