10 Jahre Projekt Restwert und ESPAS ist mit Richterswil und Zürich Teil davon
Das Projekt Restwert feiert sein zehnjähriges Bestehen. Bereits seit 2022 gehört ESPAS Richterswil dazu, seit 2023 auch ESPAS Zürich.
Ein Grund zum Feiern und ein Anlass, zu zeigen, was an unseren beiden Standorten täglich passiert.
Wo Restwert herkommt
Die Idee stammt von der Grundlagenwerk AG in Wangen bei Olten, einer Konzeptschmiede für soziale Innovation. Im Mai 2016 startete dort ein Pilotbetrieb mit vier Arbeitsplätzen; der erste verkaufte Artikel war eine Spongebob-Plüschfigur für drei Franken.
Mitgründer Beni Brennwald bringt die Ausgangslage auf den Punkt:
Wir lösen gleich mehrere Probleme auf einmal. Die einen haben zu viele Dinge, die sie nicht mehr brauchen. Die anderen brauchen sinnvolle Arbeit mit Perspektive
Beni Brennwald
Seit 2018 gibt Grundlagenwerk das erprobte Konzept als Social Franchising an Institutionen weiter – mit Marke, Handbüchern, Software und Schulung. Heute zählt das Netzwerk 28 Standorte von Sargans bis Lausanne mit über 400 Arbeitsplätzen; im vergangenen Jahr wurden über 33'000 Artikel verkauft.
Warum Restwert zu ESPAS passt
ESPAS setzt sich seit 40 Jahren für die soziale und berufliche Rehabilitation und Integration von Menschen mit psychischen oder körperlichen Erwerbsbeeinträchtigungen ein: nah am Mensch, nah am Markt. Das Projekt Restwert erfüllt beides.
Die Arbeit ist echt: Hinter jedem Artikel steht eine Kundin oder ein Kunde, der auf den Verkauf wartet, und eine Käuferin oder ein Käufer, der auf das Paket wartet.
Und die Arbeit ist vielseitig: Unsere Mitarbeiter:innen prüfen und reinigen die abgegebenen Gegenstände, fotografieren sie, schreiben Inserate für die Online-Plattform, auf der die Artikel zum Kauf inseriert werden, beantworten Fragen von Kaufinteressierten, verpacken und versenden.
Kaufmännische, logistische und kommunikative Fähigkeiten wachsen so an realen Aufgaben, begleitet durch sozialtherapeutische Förderung und Jobcoaching. Der Online-Shop zeigt jeden Tag, was das Team geleistet hat. Das stärkt Selbstwert und Lebensqualität und bereitet auf den ersten Arbeitsmarkt vor.
Richterswil: seit 1. November 2022
An der Erlenstrasse 89 eröffnete ESPAS den zweiten Restwert-Standort im Kanton Zürich und den zweiten im Netzwerk direkt an einem See. Noch vor der Eröffnung übte das Team das Erstellen von Online-Inseraten, damit vom ersten Tag an verkauft werden konnte. Heute bietet der Standort zwölf Arbeitsplätze unter der Leitung von @Remo Bachmann. Im Juni 2025 stellte er das Projekt am Apéro von Energie Zimmerberg vor; die Gäste brachten gleich eigene Gegenstände mit und erlebten, wie soziale Integration und Kreislaufwirtschaft am selben Tisch zusammenkommen.
Zürich: seit Juli 2023
Ein gutes halbes Jahr nach Richterswil folgte der zweite ESPAS-Standort an der Naglerwiesenstrasse 4 unter der heutigen Leitung von Marion Ott. Das Team baute Strukturen und Wissen auf und verkaufte im September 2024 bereits den tausendsten Artikel. Ein Meilenstein, der auf Einsatz, Flexibilität und einer positiven Arbeitseinstellung beruht, und der zeigt, wie schnell Menschen Verantwortung übernehmen, wenn die Aufgabe Sinn hat.
Was Kunden davon haben
Wer Gegenstände abgibt, spart sich jede Menge administrativen Aufwand: Fotografieren, Inserieren, Verhandeln sowie Versand.
Durch die Auslagerung dieser Prozesse an das Projekt Restwert schaffen wir für unsere erwerbsbeeinträchtigten Mitarbeiter:innen Tätigkeiten mit direktem Bezug zu Kundenaufträgen und betrieblichen Abläufen.
Zeitgleich geben wir gebrauchten und ausrangierten Dingen ein zweites Leben. Der Auftraggeber erhält für jeden verkauften Artikel die Hälfte des Verkaufserlöses zurück. Wer kauft, bekommt geprüfte Ware zum fairen Preis.
Und jeder verkaufte Artikel bleibt im Kreislauf, statt im Keller zu verstauben oder im Abfall zu landen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Netzwerkweit sind gemäss den Kennzahlen 2025 seit dem Start über 1,4 Millionen Franken an Verkäuferinnen und Verkäufer zurückgeflossen.
Danke – und weiter geht’s
Zehn Jahre Projekt Restwert sind zehn Jahre Beweis, dass Integration und Kreislaufwirtschaft zusammengehören. Wir danken dem Team von Grundlagenwerk und dem ganzen Restwert-Netzwerk für die stets vertrauensvolle und gewinnbringende Partnerschaft. Wir freuen uns auf das nächste Kapitel, an beiden Standorten.
Sie haben Artikel, die bei Ihnen nur noch Platz brauchen?
Bringen Sie sie vorbei.
Projekt Restwert Zürich, Naglerwiesenstrasse 4, 8049 Zürich – Mo–Fr 08:30–11:45 und 13:00–16:30 – 043 311 58 25 – zuerich@projekt-restwert.ch
Projekt Restwert Richterswil, Erlenstrasse 89, 8805 Richterswil – Mo–Fr 08:30–12:00 und 13:30–16:30 – 044 786 72 78 – richterswil@projekt-restwert.ch